Auf Zukunftskurs
Verstärkung für die Wasserstoff-Flotte: Die Vestische hat den Förderbescheid des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) in Höhe von rund 3,12 Millionen Euro zur Beschaffung von insgesamt 14 Brennstoffzellenbussen erhalten. Torsten Kastner, Centerleiter Technik, nahm die Förderurkunde am 24. Februar in Berlin aus den Händen von Bundesminister Patrick Schnieder entgegen.
Die Förderung deckt 80 Prozent der Differenzkosten im Vergleich zum Kauf von entsprechenden Dieselfahrzeugen ab. Die Vestische beteiligt sich an der gemeinsamen Ausschreibung der in der Kooperation Metropole Ruhr (KMR) vernetzten Verkehrsunternehmen für insgesamt 115 Fahrzeuge. Bei der Vestischen sind jeweils sieben Solobusse für 2027 und 2028 eingeplant.
„Das ist eine gute Nachricht für unser Unternehmen und die Menschen in der Region“, sagt Vestische-Geschäftsführer Michael Feller. „Der Brennstoffzellenbus passt gut zu unserem Bedarf mit vielen langen Kursen, weil er eine größere Reichweite hat als batterieelektrische Fahrzeuge und sich wesentlich schneller betanken lässt.“
Aktuell setzt die Vestische elf Wasserstoffbusse ein: jeweils fünf Solomodelle des portugiesischen Herstellers Caetano und des nordirischen Herstellers Wrightbus sowie einen Gelenkzug von Mercedes. Zudem möchte die Vestische den Standortvorteil in ihrer Heimatstadt nutzen. Weil in unmittelbarer Nähe zum Betriebshof in Herten eine Wasserstoff-Pipeline verläuft, soll dort eine eigene Tankanlage entstehen. So muss das Gas nicht gelagert werden, und der Betrieb ist von Straßentransporten unabhängig. Dieses Projekt fördert das Land NRW mit insgesamt von 13,2 Millionen Euro.
„Ein gut ausgebauter und nachhaltiger ÖPNV nimmt bei der Bewältigung des Klimawandels eine zentrale Rolle ein“, sagt Landrat Bodo Klimpel, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Vestischen. „Die Investitionen in Wasserstoffbusse und die dazugehörige Infrastruktur sind somit ein starkes Zeichen: Wir sind eine aufstrebende und ambitionierte Wasserstoff-Region.“
Das Projekt Brennstoffzellenbusse für die Vestische Straßenbahnen GmbH wird im Rahmen der Richtlinie „Busse mit alternativen Antrieben“ mit insgesamt 3,12 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.