Vestische und Ruhrfestspiele: Kooperation für Kultur und Klima

Vestische und Ruhrfestspiele: Kooperation für Kultur und Klima

Vestische für Ruhrfestspiele: Über die Kooperation informierten Landrat Cay Süberkrüb, Martin Schmidt, Genia Nölle, Holger Becker und Olaf Kröck (v. l.).

Der Bus zur Bühne: Mit der Vestischen und den Ruhrfestspielen kooperieren in diesem Jahr zwei starke Akteure der Region. Sie ermöglichen den Besuchern des renommierten Theaterfestivals mit einem KombiTicket und zusätzlichen Busfahrten einen nachhaltigen Kulturgenuss.

So gilt die Eintrittskarte der Ruhrfestspiele 2020 zugleich als Ticket der Preisstufe D. Wer das Theaterfestival besucht, kann dies umweltbewusst tun und aus dem gesamten Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) mit dem ÖPNV anreisen. Die Eintrittskarte in Papierform berechtigt am Tag der Veranstaltung zur kostenfreien Hin- und Rückfahrt in allen Bussen und Nahverkehrszügen (2. Klasse) zum und vom jeweiligen Spielort. Bei online bestellten Karten und Tickets, die bei externen Vorverkaufsstellen erworben werden, gelten besondere Bestimmungen, über die das Nahverkehrsunternehmen ab dem 28. Januar auf vestische.de/ruhrfestspiele2020 informiert.

 Ökologisch sinnvoll

„Ich freue mich über die Kooperation mit der Vestischen. Und ich bin beeindruckt, wie schnell und umfänglich diese Zusammenarbeit möglich ist“, meint Olaf Kröck, der Intendant der Ruhrfestspiele. „Den Ruhrfestspielen gelingt es damit erstmalig, ein überzeugendes Angebot zu machen, den öffentlichen Nahverkehr zur An- und Abreise zu nutzen. Wir hoffen, dass viele von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Denn es ist finanziell und ökologisch sinnvoll.“

Davon ist Cay Süberkrüb, Landrat des Kreises Recklinghausen und Aufsichtsratsvorsitzender der Vestischen, ebenfalls überzeugt. „Die Kooperation passt ganz hervorragend zum Vestischen Klimapakt, den der Kreistag im September vorigen Jahres beschlossen hat“, sagt Süberkrüb. „Dieser zusätzliche Service ist aber nicht nur gut für das Klima, auch die Menschen in der Region profitieren davon, denn schon die Anreise erfolgt stressfrei. Und nach dem Kulturgenuss geht es entspannt wieder nach Hause.“

 9000 Kilometer zusätzlich

Um weitere Anreize zum Umstieg vom PKW auf den Bus zu schaffen, weitet die Vestische ihr Angebot zu den Veranstaltungen deutlich aus. Sie verstärkt sieben Linien, die zum Ruhrfestspielhaus, zum Theater Marl sowie zur Halle König Ludwig 1/2 führen, mit 183 zusätzlichen Fahrten bzw. 108 Fahrstunden pro Woche. Der Verkehrsbetrieb wird damit rund 9000 Kilometer zusätzlich abspulen. Darüber hinaus pendelt eine Sonderlinie zum Auftakt des Festivals am 1. Mai und zum Abschluss am 13. Juni viertelstündlich zwischen dem Recklinghäuser Hauptbahnhof, dem Kreishaus und dem Ruhrfestspielhaus.

Für Martin Schmidt ist die Verbindung der Vestischen mit Literatur, Musik, Theater und Tanz offensichtlich: „Wir bewegen Menschen“, erklärt der Geschäftsführer des Nahverkehrsunternehmens aus Herten. Zumal die Vestische ohnehin seit vielen Jahren den Zugang zu kulturellen Angeboten erleichtere. „Das ist unser öffentlicher Auftrag, und wir möchten mehr Menschen überzeugen, das Auto stehen zu lassen und auf den Bus umzusteigen. Deswegen freuen wir uns über und auf die Kooperation mit den Ruhrfestspielen.“

Ab April Haltestelle „Ruhrfestspielhaus“

Ob nach der Vorstellung noch Zeit für Gespräche oder ein geselliges Gläschen bleibt, beantwortet die Vestische übrigens im Foyer des Ruhrfestspielhauses. Dort informiert ein Monitor in Echtzeit, wann die nächsten Linien abfahren. Unter anderem wird eine Neuerung darauf abzulesen sein. Um die besondere regionale Partnerschaft zu betonen, hat die Vestische mit Unterstützung der Stadt Recklinghausen die Haltestelle an der Otto-Burrmeister-Allee umbenennen lassen: Ab dem 20. April halten die Linien 203 und 223 nicht mehr am „Festspielhaus“, sondern am „Ruhrfestspielhaus“.